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05.09.2013

Die Schweiz will 500 Flüchtlinge aufnehmen


Der Bundesrat hat am 4. September 2013 beschlossen, im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojektes besonders verletzliche Personen in Gruppen aufzunehmen. Während dieser Phase sollen insgesamt rund 500 vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) anerkannte Flüchtlinge von der Schweiz aufgenommen werden. Eine erste Gruppe aus Syrien soll frühestens diesen Oktober in der Schweiz eintreffen. Frauen und Kinder sowie behinderte Personen werden speziell berücksichtigt.

Eine weitere Massnahme betrifft die erleichterte Familienzusammenführung für syrische Flüchtlinge. Familienmitglieder, die sich bereits in der Schweiz mit einer Aufenthaltsbewilligung aufhalten, können ihre Ehegatten, Kinder, Eltern und Geschwister erleichtert in die Schweiz holen. Dies gilt auch für diejenigen Familienmitglieder, welche sich in einem Nachbarstaat Syriens oder in Ägypten aufhalten. Falls die betroffenen Personen nicht für die Reisekosten aufkommen können, übernimmt der Bund diese.

Die Schweizerische Beobachtungsstelle begrüsst die Aufnahme von Flüchtlingsgruppen in die Schweiz und die erleichtere Familienzusammenführung für syrische Flüchtlinge.

Dennoch ist die Aufnahme von lediglich 500 Personen in Anbetracht der grossen humanitären Not in Syrien und in den Nachbarstaaten sehr bescheiden. Ausserdem ist die Dauer von 3 Jahren viel zu lange. Die humanitäre Tradition und die daraus resultierende Verpflichtung der Schweiz gebietet eine Erhöhung des Flüchtlingskontingents. Die angekündigte Aufnahme von Flüchtlingsgruppen ist ein erster – zaghafter - Schritt, weitere müssen folgen.

 

Weitere Informationen

Medienmitteilung des Bundesrats vom 04.09.2013

Konzept zur Aufnahme von Flüchtlingsgruppen – erleichterte Familienzusammenführungen: Statement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Medienkonferenz vom 04.09.2013

Weisung "Erleichterte Erteilung von Besucher-Visa für syrische Familienangehörige, 04.09.2013

Pressemitteilung von Solidarité sans frontières und den Demokratischen Juristinnen und Juristen Schweiz, Eine Lösung für syrische Flüchtlinge muss her, 11.09.2013

Kontaktangaben für Privatpersonen bezüglich Visaerleichterungen

T +41 31 325 95 29
aufenthalt@bfm.admin.ch

 

Dokumentierter Fall 186

Eine syrische Familie , die trotz ihrer gesundheitlichen Probleme nach Italien überstellt werden sollte. Der Vater wird nach einem misslungenen Ausschaffungsversuch in Haft gesetzt. Die gesundheitlich angeschlagene und schwangere Mutter ist mit den sechs Kindern auf sich alleine gestellt. 


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