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22.11.2017 Von: EH

Neuer Fall auf der SBAA Falldatenbank

Fall 319 Tibeterin sitzt mit Kindern wegen blockiertem Verfahren seit 6 Jahren ohne Aufenthaltsbewilligung in Indien fest und darf nicht zu ihrem Mann in die Schweiz


Illustration: Gianna Heim

 

«Kunzang» lebte mit seiner Familie in Tibet. Im 2007 floh er in die Schweiz und stellte ein Asylgesuch. Im 2010 wurde er als Flüchtling vorläufig aufgenommen. Kurz danach floh seine Familie nach Indien. Dort leben sie bis heute ohne Aufenthaltsbewilligung. Im 2012 stellte er ein erstes Gesuch auf Familiennachzug. Aufgrund seiner guten Integration und eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls erhielt er im Jahr 2015 eine Aufenthaltsbewilligung B. Das Gesuch um Familiennachzug wurde bewilligt und eine Einreisebewilligung für die Familie erteilt. Im April 2015 wurde die Einreiseerlaubnis wieder rückgängig gemacht, weil das Ehepaar nicht zivilrechtlich verheiratet sei. «Kunzang» reiste für die zivilrechtliche Heirat nach Indien, worauf sein Rechtsberater eine Kopie der Heiratsurkunde einreichte und ein erneutes Gesuch auf FNZ stellte. Die Echtheitsbestätigung der Urkunde wurde vom Migrationsamt jedoch nicht akzeptiert und der Fall auf Eis gelegt.

 

Fall 319


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