«Fokus» Feb. 2021

Kon­se­quen­zen bei unver­schul­de­tem Sozialhilfebezug

In der neu­en Aus­ga­be ihres Bul­le­tins «Fokus» unter­sucht die Schwei­ze­ri­sche Beob­ach­tungs­stel­le für Asyl- und Aus­län­der­recht (SBAA), was es für Kon­se­quen­zen hat, wenn Per­so­nen ohne Schwei­zer Pass unver­schul­det Sozi­al­hil­fe bezie­hen. Sie schil­dert das Bei­spiel von «Ardit», des­sen Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung C wegen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men auf eine Auf­ent­halts­be­wil­li­gung zurück­ge­stuft wur­de. Zudem stellt sie die Alli­anz «Armut ist kein Ver­bre­chen» vor, die sie zusam­men mit der SP und der Gewerk­schaft Unia sowie zahl­rei­chen Orga­ni­sa­tio­nen und Vertreter*innen aus der Zivil­ge­sell­schaft ins Leben geru­fen hat. Die Alli­anz hat u.a. zum Ziel, dass Fäl­le wie der­je­ni­ge von «Ardit» in Zukunft nicht mehr vor­kom­men. Nach 10-jäh­ri­gem Auf­ent­halt in der Schweiz soll es den Behör­den nicht mehr mög­lich sein, eine Per­son aus­schliess­lich auf­grund von unver­schul­de­tem Sozi­al­hil­fe­be­zug weg­zu­wei­sen oder ihre Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung zurückzustufen.

Im Leit­ar­ti­kel for­dert Marí­lia Men­des von der Unia eine neue gerech­te­re Migra­ti­ons­po­li­tik. In einem Inter­view mit map‑F, einer Moni­to­ring- und Anlauf­stel­le für vor­läu­fig auf­ge­nom­me­ne Per­so­nen, schil­dert Moritz Wyder, was es für Per­so­nen mit einer F‑Bewilligung bedeu­tet, mit der tie­fe­ren Asyl­für­sor­ge zu leben. Schliess­lich beschreibt Mir­jam Baum­gart­ner von der Uni­ver­si­tät Neu­en­burg die Pra­xis der kan­to­na­len Migra­ti­ons­äm­ter, mit­tels Fra­ge­ka­ta­log eine «Inte­gra­ti­ons­prü­fung» vorzunehmen.

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