Rechts­be­ra­tungs­stel­len im erwei­ter­ten Asyl­ver­fah­ren

Das Staats­se­kre­ta­ri­at für Migra­ti­on (SEM) hat die zuge­las­se­nen Rechts­be­ra­tungs­stel­len für das erwei­ter­te Asyl­ver­fah­ren bekannt gege­ben.

Asyl­su­chen­de Per­so­nen, deren Gesu­che im neu­en Asyl­ver­fah­ren nicht inner­halb von 140 Tagen in den Bun­des­asyl­zen­tren ent­schie­den wer­den kön­nen, kom­men ins erwei­ter­te Ver­fah­ren und wer­den auf die Kan­to­ne ver­teilt. Im erwei­ter­ten Ver­fah­ren haben die asyl­su­chen­den Per­so­nen Anspruch auf kos­ten­lo­se Rechts­be­ra­tung – jedoch nur bei „ent­schei­d­re­le­van­ten“ Schrit­ten, wie z.B. einer wei­te­ren Anhö­rung oder der Gewäh­rung des recht­li­chen Gehörs. Das SEM hat nun die dafür zuge­las­se­nen Rechts­be­ra­tungs­stel­len bekannt gege­ben. Wir freu­en uns, dass die­se Auf­ga­be Hilfs­wer­ke wie Cari­tas und Heks über­neh­men wer­den. Eine Über­sicht über die zuge­las­se­nen Rechts­be­ra­tungs­stel­len in den ver­schie­de­nen Kan­to­nen ist hier zu fin­den.

Die durch das SEM fest­ge­leg­te Pau­scha­le für Bera­tung und recht­li­che Ver­tre­tung bei „ent­schei­d­re­le­van­ten“ Schrit­ten im erwei­ter­ten Ver­fah­ren beträgt zwi­schen 420 und 455 Fran­ken pro asyl­su­chen­der Per­son. Ob die Höhe die­ser Pau­scha­le jedoch aus­reicht und der Rechts­schutz dadurch gewähr­leis­tet wer­den kann, ist für die SBAA höchst frag­lich.

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