Ver­fah­rens­män­gel im Bun­des­asyl­zen­trum Bou­dry

In 14 Urtei­len stellt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Pro­ble­me bei der Abklä­rung des Gesund­heits­zu­stands der asyl­su­chen­den Per­so­nen fest.

14 Urtei­le in gut 12 Mona­ten: In all die­sen Fäl­len hebt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVGer) Asyl- oder Rück­füh­rungs­ent­schei­de des Staats­se­kre­ta­ri­ats für Migra­ti­on (SEM) auf. Alle Urtei­le betref­fen die Abklä­rung des Gesund­heits­zu­stan­des der asyl­su­chen­den Per­so­nen im Bun­des­asyl­zen­trum Bou­dry. Das BVGer kri­ti­siert, dass das SEM Asy­l­ent­schei­de fällt, ohne den Gesund­heits­zu­stand der betrof­fe­nen Per­so­nen seri­ös abzu­klä­ren, es bei Arzt­be­su­chen kei­ne Über­set­zung gab oder die Wahr­neh­mung von Arzt­ter­mi­nen ver­un­mög­licht wur­de.

Die SBAA ist besorgt über die­se Ent­wick­lung und unter­stützt die For­de­rung der Schwei­ze­ri­schen Flücht­lings­hil­fe, dass in den Bun­des­asyl­zen­tren die Min­dest­stan­dards und die Rech­te der asyl­su­chen­den Per­so­nen ein­ge­hal­ten wer­den. Der unein­ge­schränk­te Zugang zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung muss gewähr­leis­tet wer­den.

SRF, Radio­bei­trag vom 7. Juni 2019 in der Sen­dung Ren­dez-vous